Die gamescom 2012 - Alle gezockten Games im Zabüberblick

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Zwei Tage war ich auf der gamescom 2012 und habe knallhart  die neuesten und heißesten Games der nahen Zukunft gezockt.  Aus diesem Grund pfeife ich auf ein große Intro und berichte euch einfach über die Games, die ich auf der Messe testen durfte. Mit einer Ausnahme.


The Last of Us

Beginnen wir also mit der Ausnahme, denn leider konnte man Naughty Dogs unverschämt gutaussehenden Titel The Last of Us noch nicht zocken. Stattdessen gab es eine rund 10-minütige Präsentation, die im Grunde eine längere Variante der E3-Demo zeigt. Auch hier schleichen sich Ellie und Joel durch ein verwaistes Gebäude und versuchen so gut es geht, sich von den schlecht gelaunten Schlägern fernzuhalten. Dass das natürlich nicht lange geht dürfte ja klar sein.

Mich beeindruckt es bei den Kämpfen immer wieder wie intensiv das Ganze abläuft. Kein einziger Schuss darf sinnlos verballert werden, denn Muntition ist sehr spärlich verteilt. In dieser Präsentation hat man auch viel besser gesehen wie clever sich die bösen Buben verhalten. Sie schleichen sich von hinten an, schlagen euch dabei aber nicht nur zusammen, sondern packen euch, so dass ein bewaffneter Kollege euch leichter erschießen kann. Diese Zusammenarbeit und Kommunikation zählt für mich zu den beeindruckensten Momenten der Vorstellung.

The Last of Us war mein allererste Station auf der gamescom und obwohl es "nur" eine Präsentation war, bereue ich es nicht, dafür ein spielbares Game vorerst auszulassen. Das Spiel wird einfach ganz große Klasse.

Resident Evil 6

Von ganz große Klasse zu leider nicht so klasse. Resident Evil 6 war meine persönlich größte Enttäuschung. Versteht mich nicht falsch, die Demo war nicht schlecht, aber euphorisch hat mich der Test sicherlich nicht gestimmt. Dabei war die Atmosphäre der Schule (?) durch die sich Leon und Elena schlagen mussten, überraschend gruslig. Die Stille hat mir dabei gut gefallen und auch das plötzliche Erscheinen eines  Zombies hat mich kurz zusammenzucken lassen. So weit, so gut, aber leider hat mich die Demo trotz der Atmosphäre nicht so gepackt wie ich es mir erhofft hatte. Zwar kamen die Zombies immer mal wieder näher als mir lieb war, aber durch ein kleines Quick Time Event wurden sie genauso schnell abgewimmelt.

Spielerisch geht Resident Evil 6  in Ordnung, die Zombies sind nicht ganz blöde, die Grafik und der Sound sind auch gut gelungen, aber das macht es für mich nur zu einem 3rd-Person-Shooter, der nur knapp über dem Durchschnitt liegt. Und das wiederum ist für mich zu wenig, um den Titel zum Release zu kaufen.

ZombiU

Was Resident Evil 6 nicht schaffte, das schaffte für mich überraschenderweise der Wii U-exklusive Titel ZombiU. Ein Horrorszenario zu kreieren, das mich nicht nur panisch in einem verseuchten London zurücklässt, sondern mich auch so packt, wie ich es mir von Capcoms Pendant gewünscht hatte.

Doch bevor die Untoten ihr Interesse an meinen Körper zeigen konnten, war es wichtig erst einmal die Gegend zu scannen. Nicht nach Zombies, sondern nach lebenswichtigen Utensilien. Per Knopfdruck wurde der Modus gewechselt und mit dem Wii U-Tablet musste ich dann das Areal erkunden. Wenn etwas hell aufleuchtete, dann konnte ich per Fingerdruck das Objekt analysieren und somit herausfinden, was ich dort nützliches finden kann. Kaum habe ich die verschiedenen Punkte untersucht, kommen natürlich auch schon die Gourmets für menschliches Fleisch. Am Anfang konnte ich sie noch mit meiner Armbrust in Schach halten, aber als immer mehr Zombies kamen wurde es doch zu knapp und meine Pistole reichte nicht mehr aus, um mich vor dem ziemlich schnellen Ableben zu retten. Ich hätte mit einer Antivirus-Spritze mein Überleben sichern können, aber woher soll ich wissen wo diese blöde ZR-Taste ist? Im Eifer des Gefechts wusste ich nun mal nicht, dass das 'R' für Rechts steht.

Meine erste Begegnung mit der Wii U war also ein voller Erfolg, denn ich war wirklich überrascht, wie viel Spaß ich mit ZombiU hatte. Am Anfang dachte ich, das Spiel wäre nur ein einfacher Titel, um die Funktionen der Wii U ein bisschen zu demonstrieren, aber ich wurde in dieser Hinsicht eines Besseren belehrt. Wer hätte gedacht, dass meine zweite Begegnung mit Nintendos Konsole mindestens genauso gut wird...


Rayman Legends

Mein Gott, hatte ich einen Heidenspaß mit dem Spiel! Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich Rayman Origins nie gespielt habe, aber nach dieser Demonstration, wird sich das wohl bald ändern müssen.

Zusammen mit einem Ubisoft-Sklaven schlugen wir uns wacker durch einen Level, der vor Charme und Ideen nur so strotzte. Murphy ist hierbei der neueste Charakter, der von dem Spieler mit dem Wii U-Controller gesteuert wird. Dieser fliegende Frosch (!?) ist eine große Unterstützung, denn er hilft seinen Freunden,  indem er Seile kappt, Schalter umlegt und Objekte umher bewegt. Das funktioniert natürlich alles über das Tablet.

Vielleicht kennt ihr von früher noch diese Labyrinthe mit den clever verteilten Löchern, wo die Aufgabe darin bestand, eine Kugel sicher durch die Bahnen zu bringen ohne das sie in eines der Löcher fällt? Denn der Part, der mir am meisten Spaß gemacht hat, kann mit diesem Geschicklichkeitsspiel verglichen werden. Ein kleines Labyrinth, welches mit Stacheln versehen ist, muss per Neigung des Wii U-Tablets so gedreht werden, dass der aktive Spieler unverletzt von einer Ecke in die andere gelangt. In diesem Falle habe ich die Rolle von Murphy übernommen, während Mister Ubisoft mit kleineren Sprüngen versuchte, nicht in die Stacheln zu geraten.

Während einer abschließenden Sprinteinlage könnt ihr beweisen, wie viel Rhytmus ihr im Blut habt, denn eure Aktionen sind hier mit der Musik verbunden. Ein so tolles Zusammenspiel von Gameplay und Sound habe ich das letzte Mal bei Rhythm Paradise gesehen und natürlich auch gehört

Far Cry 3

Schließen wir meinen Ubisoft-Besuch doch gleich komplett ab. Nein, ich habe kein Assassins Creed 3 gezockt. Mein mangelndes Interesse an Halbindianer Connor, wurde durch meine Neugier an Ex-Urlauber Jason Brody wett gemacht.

Wer etwas Gameplay-Material von der E3 2012 gesehen hat, der wird auch das Level kennen, welches wir auf der gamescom spielen durften. Von einer Klippe springen wir hinunter ins kalte Nasse und steuern die Insel vom Videospiel-Joker Vaas an. Kurz nach meiner Ankunft treffe ich auch schon auf bewaffnete Einheimische, die sichtlich etwas gegen meine Anwesenheit haben. Dabei ballern sie nicht wie die Verrückten auf mich, sondern schleichen sich geschickt durch den Dschungel und versuchen mich auf diese hinterhältige Art und Weise zu töten. Aber was die können, das kann ich schon lange. Nachdem ich mich also hinter einem Baum verschanzt habe, wurden die Jäger letztlich zu den Gejagten. Mit ein paar (un)geschickten Schüssen wurden auch diese Piraten erfolgreich eliminiert. Während ich die Munition der Toten einsammelte, stolperte ich auch über einen Schlüssel und eine Memory Card. Der Schlüssel dürfte mir wohl Zutritt zu einem Haus verschaffen, aber der Nutzen der Memory Card war und ist mir noch immer nicht bekannt. Hier lasse ich mich gerne überraschen, denn ich gespannt ob man damit lediglich nur Hintergrundinformationen bekommt oder vielleicht auch etwas, das für kommende Bereiche oder Gegner nützlich sein könnte.

Viele neue Ideen habe ich während dieser Demo zwar nicht gesehen, aber was spielerisch einfach so viel Spaß macht, der braucht keine großen Innovationen. In dieser Hinsicht ist Far Cry 3 einfach der beste und eindrucksvollste Ego-Shooter, den ich seit langem gespielt habe. Dass ich das nach 10 Minuten zocken schon sagen kann, will also einiges heißen.

Resistance: Burning Skies

Bleiben wir noch kurz im beliebten FPS-Genre und widmen uns Resistance: Burning Skies für die PS Vita. Auch hier war ich positiv überrascht. Die Atmosphäre wurde durch eine ansehnliche Grafik und tollen Soundeffekten gehalten, während die flüssige Steuerung für den actiongeladenen Spielspaß sorgte. Ich habe mich zwar mittlerweile daran gewöhnt, Ego-Shooter mit einem Controller zu spielen, aber dennoch hat es mir sehr gefallen wie angenehm die Lenkung war.

Die Funktionen der PS Vita werden zwar auch eingesetzt, aber in diesem Bereich sollte man nichts Großes erwarten. Per Touchscreen können Gegner anvisiert und so etwas leichter eliminiert werden. In einem Gefecht mit mehreren Chimera nicht wirklich ratsam, aber gerade gegen große Gegner kann diese Funktion nützlich sein.

Ich habe nur wenige Minuten mit dem Spiel verbracht, aber wie schon oben erwähnt, habe ich nicht viel erwartet und wurde dann doch überrascht. Wer also etwas actionreiches Futter für unterwegs haben möchte, der kann sich Resistance: Burning Skies ganz oben auf die Liste schreiben. "Widerstand ist zwecklos!", würde jetzt wohl ein Vogone sagen.

Gravity Rush

Ein Spiel, welches die Funktionen der PlayStation Vita schon sinnvoller nutzt, ist Gravity Rush. Das Spielprinzip erinnerte mich ein wenig an den äußerst cleveren Shooter Prey, denn auch hier wurde die Erdanziehungskraft nach Belieben manipuliert, während Newton sich wohl in seinem Grab umdrehte.

Kat ist die Hauptperson in diesem Abenteuer und um sie vorerst schweben zu lassen, musste die R1-Taste gedrückt werden. Nun lag es also an mir mit dem Slidepad vorzugeben, wo unsere Heroin (nicht die Droge) schließlich landen sollte. Auf einer Mauer? Kein Problem. Unter einem Dach? Schwupp! Unsere neugewonnenen Fähigkeiten wurden auch gleich auf die Probe gestellt, denn eine rießige schattenähnliche Hand, die scheinbar aus dem Nichts kam, zerstörte nicht nur die Stadt Hekseville, sondern schnappte sich auch deren Einwohner. Indem ich also die Schwerkraft manipulierte, "sprang" ich von Plattform zu Plattform, um die Hand dort zurückzuschicken, wo sie herkam und um einen kleinen Jungen zu retten.

Gravity Rush ist schon seit Ende Juni auf dem Markt, aber wer noch unschlüssig war und Wert auf meine Meinung legt (Im Ernst? Wer macht das schon?), dem kann ich dieses Spiel nur empfehlen.

The Unfinished Swan

Dumm und dämlich habe ich mich gesucht und schon fast die Hoffnung aufgegeben! "Es hies doch, dass man das hier spielen kann!", dachte ich mir am Sony-Stand. Dann schließlich habe ich die schwarz-weiße Dekoration gesehen, in einer kleinen Nische mit zwei Fernsehern ausgestattet: The Unfinished Swan. Tränen der Freude...

Trotz Kracher der Marke Far Cry 3 und DmC: Devil May Cry (dazu später mehr) war The Unfinished Swan das Spiel, auf welches ich mich am meisten gefreut habe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine talentierte Mutter, die nie ein Bild zu Ende gemalt hat, ein Sohn, der die verschwundene Gans in einer noch farblosen Welt sucht - schon nach wenigen Sekunden hat mich das Spiel komplett gebannt. In diesem faszinzierenden und doch simplen Spiel musste ich mit schwarzer Farbe die Umgebung ersichtlich machen, damit die Welt nicht nur trostlos weiß bleibt, sondern natürlich auch um voran zu kommen. Damit wir auch immer wissen: "Hier bin ich richtig.", sehen wir auf dem Boden hin und wieder Fußabdrücke des "Unfinished Swans". Der rote Luftballon, den wir auf dem Weg finden, sticht nur heraus, sondern wird auch benötigt, um im Menü bestimmte Funktionen freizuschalten. Dazu gehört zum Beispiel ein Radar, der die Luftballons aufspürt oder ein Schlauch, der die Welt doch etwas schneller zum Erkennen bringt.

Kein Scherz. Nachdem ich glücklich die Kopfhörer und den Controller beiseite gelegt hatte, kam eine Sony-Mitarbeiterin vorbei, die mich scheinbar die ganze Zeit beobachtet hat und meinte, mein Munde wäre während der kompletten Spielzeit "vor Faszination" offen gewesen. Ich weiß nicht, ob das  wirklich stimmt, aber da ich so sehr in dieser Spielwelt gefangen war, kann das schon gut möglich sein.

Ni No Kuni: Wrath of the White Witch

Ahhhhhh ja. Ich habe zwar schon die japanische Version von Ni No Kuni: Wrath of the White Witch bei einem Freund gespielt, aber wenn Namco Bandai schon so freundlich war und eine spielbare Version anbietet, dann bin ich sicherlich der Letzte, der sich das entgehen lässt.

Im Hauptmenü konnte ich mich entscheiden, ob ich eher einen Bosskampf bestreiten oder doch lieber in der Welt ein bisschen herumreisen möchte. Da ich bei der japanischen Version schon ein wenig erkundet, aber noch keinen großen Gegner bekämpft hatte, fiel die Entscheidung leicht und nach einer kurzen Zwischensequenz befand ich mich schon im Kampf gegen eine Art Waldgott. Zu Beginn konnte ich auswählen, ob ich eher mich selbst oder einen meiner  tapferen Krieger in den Kampf schicken möchte. Für den Anfang wählte ich einen kleinen, aber mutigen Schwertkämpfer, der mit seinen Angriffen weitaus mehr Schaden macht, als Oliver mit seinem Zauberstab. Wichtig war es hier in Bewegung zu bleiben, denn der riesige Baum konnte einiges an Schaden austeilen. Nach kurzer Zeit musste ich mich (Oliver) persönlich um diese Angelegenheit kümmern und zauberte einige Feuerbälle auf den Waldgott. Dass dieser das nicht lustig fand, zeigte er durch die Ankündigung einer starken Windattacke, deren Schaden ich aber durch erfolgreiches Blocken reduzieren konnte. Mit schwindenden Kräften lässt der Gegner eine leuchtend goldene Kugel fallen, die einen Spezialangriff ermöglicht. Was dabei passierte, kann sich wohl jeder denken, aber um es mit den Worten von Biff zu sagen: "Why don't you make like a tree and get out of here!?"

Das Kampfsystem ist einfach gehalten, die Grafik und der Sound sind einfach nur großartig und da der Bosskampf nicht allzu einfach war, dürften wir ein herausforderndes RPG erwarten. Mit einem Wort also: JANUAR!!!

Sacred Citadel

"Wat für ein Spiel?". Sacred Citadel war eines der Spiele, die sich eher im Hintergrund der Messe aufhielten, während "die Großen" die meisten Lorbeeren einsammelten. Ich suche solche Spiele immer wieder gerne auf und mit diesem Actiongame wird sogar die Vorgeschichte zu Sacred 3 erzählt. Das habe ich gerade vor fünf Sekunden in Erfahrung gebracht.

Sacred Citadel spielt sich erst einmal kein bisschen wie Sacred, sondern erinnert in Sachen Gameplay und Grafik mehr an das populäre Hack and Slash-Game Castle Crashers. Krieger, Magier und Jäger - die wohl klassischsten aller klassischen Helden sind hier spielbar, obwohl sie sich spielerisch nicht sonderlich voneinander unterscheiden. Es war zwar möglich sich zu dritt ins Getümmel zu stürzen, aber da die Begeisterung für das Spiel scheinbar nur mich an das Pad gefesselt hat (oder mich schlichtweg niemand mag), musste mein Krieger und später die Magierin, alleine die Welt retten.

Wie es sich nun mal für ein ordentliches Hack 'n' Slay-Spiel gehört, werden Bestien mit einfachen Attacken oder Combos vom Angesicht der Erde gefegt. Die Animation sehen zwar bei den einzelnen Charakteren zwar anders aus, aber die Angriffe sind am Ende alle gleich. Was ein bisschen schade ist, denn eine vielfältiges Arrangement an Angriffen wäre für ein Spiel dieser Marke wünschenswert. Aber es gab auch nur ein Level zu spielen, vielleicht werden im späteren Verlauf noch individuelle Fähigkeiten freigespielt. Immerhin sehen die Spezialangriffe, die erst aufgeladen werden müssen, ziemlich gut aus und schicken die Horden gleich im Multipack zurück in die Hölle.

Ein kleines Spiel, das nächstes Jahr als Download für den PC, die Xbox 360 und die PS3 erhältlich sein wird und mit Freunden sicherlich eine Mordsgaudi sein kann.

God of War: Ascension (Multiplayer)

Den Singleplayer-Part zu God of War: Ascension habe ich nicht gespielt, da ich in dieser Hinsicht dasselbe erwarte wie von God of War 1-3. Also schlug ich mich lieber mit anderen gamescom-Besuchern im Multiplayer blutig.

Vier gegen vier. Mano-a-mano. In einer typisch antiken Umgebung stürmten die verschiedenen Krieger vergangener Tage (wohl eher Jahrhunderte) für Ruhm, Ehre und Punkte in den Kampf. Punkte? Jap, jap! Der gespielte Modus ist nicht neu, sondern gab es und gibt es noch immer in Shooter der Marke Battlefield oder Call of Duty: Modern Borefare. Auch hier werden verschiedene Gebiete eingenommen, die das Punktekonto ordentlich aufstocken. Je mehr Gebiete ein Team besitzt, umso mehr Punkte gibt es. Wie schon gesagt, das Prinzip ist nicht neu.

Die Angriffe dürften God of War-Veteranen bekannt vorkommen, denn schon Kratos hat sich dieser Palette bedient. Kombos gehen nach wie vor leicht von der Hand, lediglich stärkere Attacken brauchen eine kurze Weile, um sich wieder aufzuladen. Wenn ihr nicht die absoluten Profis seid, dann ist es ratsam zusammem mit euren halbnackten Kollegen zu kämpfen, denn alleine wird es gegen zwei Gegner schon ziemlich schwer. Wenn ihr also auf eine gegnerische Truppe stößt, dann seid ihr entweder richtig gut oder richtig bescheuert. Die Antwort überlasse ich dann euch.

Eine Besonderheit bietet dieser Modus dennoch und zwar wird nach einigem Blutvergießen ein Event ausgelöst, das in meinem Falle das Auftauchen eines mächtigen Speers war, der dazu gedacht ist, den einäugigen Polyphemus zu töten. Hier gilt das bekannte Motto: Wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Das Team, welches den Speer als erstes in das Gesicht von Polyphemus rammt, bekommt einen ordentlichen Punkteschub. Das andere Team hingegen muss sich mit Gorbatschows abgewandelter Aussage begnügen: Wer zu spät kommt, den bestraft das andere Team.

Der Multiplayer-Part in God of War: Ascension war ganz spaßig, aber selbst wenn ich mir das Spiel kaufe, dann bleibe ich wohl weiterhin bei der einfachen Kampagne. Dafür hat mich diese Demonstration zu wenig überzeugt.

Dishonored: Die Maske des Zorns

Sich aus der Ego-Perspektive an Gegner heranpirschen um sie lautlos ins Nirvana zu schicken, hat mir schon bei The Elder Scrolls V: Skyrim sehr gut gefallen. Dishonored: Die Maske des Zorns verspricht denselben Spaß.

Ausgerüstet mit einer Pistole, Dolch und diversen Spezialfähigkeiten, versuchte ich einen Raum von gegnerischen Soldaten zu säubern. Das ist viel leichter geschrieben als getan, denn die bewaffneten Kerle haben einiges dagegen von mir massakriert zu werden. Nach anfänglichem Trial & Error, schaffte ich es dann doch jeden Einzelnen zu erledigen ohne das die Kumpanen davon etwas erfuhren. Dennoch war das ziemlich schwierig, da die Gegner entweder den scheinbar unvorsichtigen Meuchelmord bemerkten oder sie den Leichnam ihres Freundes entdeckten. Um letztgenannten Fall zu verhindern, musste ich die Opfer möglichst weit aus dem Gefahrenbereich schleppen.

Die Fähigkeiten habe ich nicht alle ausprobiert, da ich mich lieber auf den kalten Stahl verlies als auf eine Horde Ratten, die ich hätte beschwören können. Praktisch ist aber auch, kurzzeitig durch die Wände sehen oder die Zeit verlangsamen zu können, um den gegnerischen Kugeln zu entgehen.

Zwar ist es auch möglich sich wie ein "Expandable" zu verhalten und brachial mit einer Knarre in der Hand alles auszuschalten, was im Entferntesten feindlich erscheint, aber so wie ich das sehe, macht das nicht den Reiz des Spieles aus. Dolch zücken, anschleichen und Kehle durchschneiden. Effizienz kann so viel Spaß machen.

Sleeping Dogs

"Schlafende Hund sollte man nicht wecken.", heißt es doch so schön. Von wegen! Sleeping Dogs wird zwar nicht jedermanns Sache sein, aber ich wollte schon immer mal "Internal Affairs" nachspielen.

Ein Undercover-Cop, der in einer gefährlichen Gang mitmischt und somit zwei verschiedene Leben leben muss. Solche Geschichten über Loyalität, Verrat und Ehre sind der Mittelpunkt in vielen asiatischen Thriller und auch Square Enix' schlafende Hunde nimmt sich dieser Thematik an. In Sachen Gameplay können wir wohl einen Mix aus Martial Arts und Shootouts erwarten. Gerade die Choreografie der Kämpfe haben mir als Fan des Genres ganz gut gefallen, wobei die Macken und die durchwachsene Grafik einen etwas bitteren Nachgeschmack hinterliesen. Man sollte doch meinen, dass eine Verfolgungsjagd endet, wenn man das jeweilige Ziel erreicht hat, oder? Tja, ich hatte den Gangster längst überholt (!?) und musste trotzdem warten bis er das Tor erreicht, um daraufhin seine Schergen zu vermöbeln. Diese Szene zählt definitiv nicht zu den Höhepunkten des Spiels. Dieser kam immerhin noch.

Denn für den Sadisten in uns wird zum Glück/leider auch gesorgt, denn Gegner können nach Lust und Laune in Lüftungsschächte und brennende Öfen geworfen werden. Überhaupt kann die Umgebung für solche brutale Manöver genutzt werden. Darf ich sagen, dass mir das Spaß gemacht hat?

Nachdem ich nur wenige Videos gesehen hatte, die mich nicht sonderlich euphorisch stimmten, war ich mit Sleeping Dogs dennoch zufrieden. Da ich wiederum kein Fan von Open-World-Spiele der Marke GTA bin, werde ich diese Hunde trotz Martial Arts und Internal Affairs-Story wohl schlafen lassen müssen.

DmC: Devil May Cry

Da ist das Ding! Das beste Spiel der gamescom 2012! Allen Diskussionen und schockierten Fans zum Trotze, kann ich nun sagen, dass DmC: Devil May Cry ein fantastisches Spiel ist und Dante noch immer der Dante ist, den wir seit Jahren lieben.

Wie schon bei Ni No Kuni: Wrath of the White Witch konnte ich mich auch hier zwischen einem Bosskampf und einfachen Auseinandersetzungen mit kleineren Gegnern entscheiden. Ich habe beide Parts gespielt und möchte mich an dieser Stelle bei dem jungen Mann entschuldigen, der genau aus diesem Grund zweimal Lost Planet 3 spielen musste.

Eine riesige ekelhafte "Made" à la "The Evil Queen Pulsating, Bloated, Festering, Sweaty, Stinky, Pus-filled, Malformed, Slug-for-a-Butt" aus Earthworm Jim, dürfte neben einem Fuck You-Contest (I lol'd) einen interessanten Kampf bieten. Denn einfache Schwerthiebe sind zwar zu Beginn sehr hilfreich, führen letztlich aber nicht zum Sieg. Dafür musste ich die Schläuche ziehen, die scheinbar die Lebensquelle des hässlichen Dämons waren. Und da kommen die Angel- und Demon-Modi ins Spiel. Durch das Drücken von L2 (Angel) und R2 (Demon) werden weitere Angriffe und Funktionen aktiviert. Dadurch ist es nicht nur möglich, spektakuläre Combos zu zaubern, sondern auch um sich auch auf höher gelegene Orte zu schwingen oder um Steinblöcke aus den Wänden zu ziehen. Im Bosskampf wurde erst mal das Rieseninsekt richtig filetiert, um daraufhin als Dämon die Schläuche zu ziehen. Im Angel-Mode musste ich gelegentlich von Plattform zu Plattform schwingen, da der Boden im wahrsten Sinne des Wortes, plötzlich zu heiß wurde. Das Ganze ging dann so lange bis die Made in die kochende Lava fällt und Dante in aller Coolness den Spruch bringt: "You're dumped.".

Der Bosskampf hat schon mal richtig viel Spaß gemacht und durch das schnelle Tempo blieb kaum Zeit zum Durchschnaufen. Kaum hatte ich einen Schlauch gezogen, muss auch gleich wieder ausgewichen und angegriffen werden. This party was crazy!

Den zweiten Level dürfte jeder kennen, der schon mal ein Gameplay-Trailer zu DmC: Devil May Cry gesehen hat, denn hier machen wir mal selbst die Straße unsicher, um die schon oben genannten spektakulären Combos auf das Parkett zu bringen. Wie schon in den Vorgängern konnte ich die Dämonen auf herkömmliche Weise bearbeiten, aber durch das Integrieren der Angel/Demon-Modi werden die Kämpfe schon etwas interessanter. Als Dämon mit einer schweren Axt oder als Engel mit einer flinken Sichel, konnten die Gegner mit einem Schwerthieb in die Luft befördert, mit einigen Körnern aus den Pistolen Ebony & Ivory garniert werden, um daraufhin mit der genannten Axt oder Sichel den Kampf zu einem beeindruckendem Ende zu kommen.

Wow! Wie viele von euch wissen, habe ich mich mit so ziemlich jeden Trailer immer mehr auf DmC: Devil May Cry gefreut und dadurch, dass ich das Spiel nun selbst mal spielen konnte, wurden bei mir jegliche Restzweifel weggeblasen. Der Humor der Vorgänger bleibt erhalten, das Gameplay ist klasse, der Soundtrack hat meine Ohren zum Beben gebracht und die bisherigen Kämpfe haben einfach nur Spaß gemacht. Welcome back, Dante!

 

Dat waren se! Beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass ich schon einige Games gezockt habe. Jetzt seid ihr an der Reihe! Was habt ihr auf der gamescom 2012 gespielt? Tolle Spiele, enttäuschende Spielen, Vios Bühnenshow war zu langweilig? Schreibt in die Kommentare oder noch besser: Schreibt einfachen euren eigenen Artikel! Das macht Spaß, glaubt mir.

Quelle: 
Zabucracker

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Kommentare

Bild von fox_sb

Gute Arbeit! :) Ich hab mir

Gute Arbeit! :)

Ich hab mir jetzt nicht jeden Abschnitt durchgelesen, aber was ich gelesen habe, hat mir sehr gefallen.

Bild von MacFracerEX

Der Resident Evil 6 Part

Der Resident Evil 6 Part gefiel mir so gar nicht... aber nicht vom schreiberischen her :(

Bild von Donna Darko

fox_sb wrote:Gute Arbeit!

fox_sb wrote:
Gute Arbeit! :)

Ich hab mir jetzt nicht jeden Abschnitt durchgelesen, aber was ich gelesen habe, hat mir sehr gefallen.

Same here. Hat mich die Wartezeit beim Arzt über sehr gut unterhalten! ;)

Bild von Zabucracker

MacFracerEX wrote:Der

MacFracerEX wrote:
Der Resident Evil 6 Part gefiel mir so gar nicht... aber nicht vom schreiberischen her :(

Ging mir ähnlich. Wie gesagt, das Spiel ist an sich nicht schlecht und hat schon Spaß gemacht, aber danach dachte ich mir einfach nur: "Meh. Hätte ich das Spiel vorbestellt, wäre eine Stornierung angesagt."
Kann auch daran liegen, dass DmC: Devil May Cry mich so geflasht hat. :D

Bild von MacFracerEX

Zabucracker wrote:MacFracerEX

Zabucracker wrote:
MacFracerEX wrote:
Der Resident Evil 6 Part gefiel mir so gar nicht... aber nicht vom schreiberischen her :(

Ging mir ähnlich. Wie gesagt, das Spiel ist an sich nicht schlecht und hat schon Spaß gemacht, aber danach dachte ich mir einfach nur: "Meh. Hätte ich das Spiel vorbestellt, wäre eine Stornierung angesagt."
Kann auch daran liegen, dass DmC: Devil May Cry mich so geflasht hat. :D

Wenn man bedenkt was Resident Evil damals für eine Singleplayer erfahrung war und was man jetzt bekommt...
Ich mein ich bin Fan der Serie und ich werde mir das spiel zum release Tag auch kaufen aber dennoch muss ich angst haben das es ein nur noch Massenmarkt tauglich gemachtes spiel werden wird.

z.B. nervt es mich das in fast jedem Third-Person-Shooter ein Coop eingebaut worden ist... ich brauchte sowas nicht... Mein Bruder nörgelt schon die ganze zeit rum das ich nicht it ihm den Singleplayer Coop zuerst mit ihm spiele statt alleine erstmal durch zu kommen... für mich gilt immer noch die Singleplayer erfahrung in solchen spielen, genauso wie auch in Dead Space, wäre es jetzt ein Rainbow Six oder ein Ghost Recon wäre es wohl besser mit einer menschlichen Person zu spielen aber bei spielen bei dennen ja eigentlich der Horror dominieren sollte werde ich immer erst alleine spielen.